Nachricht vom 15.10.2011
Der BBC ist in Würzburg ohne Chance
Deutliche 76:46 Niederlage beim Aufsteiger s.Oliver Baskets
(mb)
Nach der knappen 80:88 Heimniederlage gegen Phoenix Hagen mussten die rund 200 mitgereisten BBC-Schlachtenbummler in Würzburg einen bitteren Basketballabend verleben. Vor ausverkauftem Haus gestaltete der BBC beim 76:46 (36:19) nur die Anfangsminuten offen. Schon zur Halbzeit hatten die s.Oliver Baskets ein ordentliches Polster, das bis auf 31 Punkte ausgebaut werden konnte. Nicht nur Point Guard Kevin Hamilton fehlte am Abend, auch Abstimmung und Wurfglück waren dem BBC nicht hold.
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Vor ausverkauftem Haus kam der Aufsteiger durch Jason Boone und John Little zu
seinen ersten drei Punkten. Für den BBC glich
Simon Schmitz per Dreier aus acht Metern aus (2.), ehe Ekene Ibekwe sein
Team erstmals in Führung brachte. Diese hatte nach dem zweiten Schmitz-Dreier zum 5:7 (3.) schon sein höchstes Ausmaß erreicht. Zu diesem Zeitpunkt waren beim BBC schon drei Turnover zu
verzeichnen. In der fünften Minute nahm Baskets-Trainer John Patrick beim Stand von 7:9 die erste Auszeit – goldrichtig, wie sich herausstellen sollte. Beim BBC lief danach fast nichts mehr
zusammen, auf der Gegenseite punkteten die Spieler ein ums andere Mal. Mit einem Dreier holte Ivan Elliott in der siebten Minute mit dem 10:9 die Führung zurück, Würzburg sollte sie nicht mehr
abgeben. Während die Baskets im ersten Viertel elf weitere Punkte markerten sprangen für den BBC nur drei magere Zähler, alle durch Osvaldo Jeanty, heraus.
Im zweiten Viertel setzten die Baskets ihren Sturmlauf fort, auf Bayreuther Seite traf in der elften Minute lediglich Maksym Shtein zum 23:14 – dann gab es lange Zeit nichts zählbares mehr.
In der 15. Minute musste
Simon Schmitz nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Ivan Elliott, aus der eine leichte
Gehirnerschütterung resultierte, vorerst vom Feld und bis nach der Halbzeit pausieren. Dies geschah während eines 11:0 Laufs der Hausherren, die noch höher hätten führen können, wenn es in diesere
Phase nicht Offensivfouls hinzunehmen gab. Erst Corey Stokes erlöste die BBC-Fans mit einem Dreier zum 34:17 in der letzten Minute vor der Pause – zu wenig, um im zweiten Viertel den
Rückstand zu verkürzen.
Nach dem Wechsel waren nur die ersten vier Minuten ausgeglichen, Corey Stokes traf zum 39:23. Dann folgte ein weiterer, Spielentscheidender Lauf der s.Oliver Baskets, in dem Ben Jacobson seine
einzigen Punkte des Abends und Ricky Harris einen Dreier erzielen konnten. Mehr als doppelt so viele Punkte (50) wie der BBC (23) erschienen zu diesem Zeitpunkt auf der Anzeigentafel. Am Ende des
Abschnitts stand es 56:31 für die Gastgeber, sehr zur Freude der begeisterten Fans.
Auch im letzten Viertel hielten die Unterfranken die Intensität hoch, selbst ein 0:8 Lauf des BBC zu Beginn, in dem Corey Stokes fünf Punkte gelangen, hatte dem nichts entgegenzuseten. Anstatt das
Tempo etwas aus dem Spiel zu nehmen blieben die Baskets am Drücker, ließen sich nicht durch zwei kleinere Rangeleien mit unsportlichen Fouls aus dem Konzept bringen. Mit einem Dreier erzielte Alex
King das zwischenzeitliche 64:41 (36.), in der 39. Minute sorgte Youngster Maximilian Kleber mit einem erfolgreichen Freiwurf für das 74:43 und die daraus resultierende größte Führung des
Abends.
Wunden lecken ist in den kommenden Tagen angesagt. Dazu ist die Aufgabe, einen Point Guard für die Zeit der Hamilton-Verletzung zu finden, noch zu erledigen. Bis zum Heimspiel gegen den derzeitigen
Tabellendritten EnBW Ludwigsburg am Samstag, 22. Oktober, steht dem Team des BBC Bayreuth viel Arbeit ins Haus.
Trainerstimmen:
John Patrick (s.Oliver Baskets): „Ich bin sehr stolz, dass wir nach dem sehr emotionalen Spiel am Mittwoch in Frankfurt heute die richtige Antwort gegeben haben. In den ersten Minuten hatten
wir Probleme, aber es ist für jeden Gegner schwer gegen uns, wenn wir richtig Druck ausüben. Ich bin stolz auf unsere Verteidigung und darauf, dass wir kaum Ballverluste hatten. Alle Spieler hatten
heute ihre guten Szenen. Das ist wichtig, weil jeder im Training sehr viel investiert. Alle haben ihre Chance vor dem Publikum verdient. Chris Kramer hat heute gezeigt, dass er in der Liga
angekommen ist.“
Andreas Wagner (BBC Bayreuth): „Glückwunsch an Würzburg und John Patrick zu diesem Sieg. Sie haben überragend verteidigt, wir sind mit dem Druck nicht zurecht gekommen. Nach der Verletzung
von
Kevin Hamilton ist dann auch noch
Simon
Schmitz mit einer Gehirnerschütterung ausgefallen und Osvaldo Jeanty musste ab dem zweiten Viertel Point Guard spielen. Ich sage nicht, dass wir mit Hamilton gewonnen hätten, aber das Spiel
wäre sicher anders gelaufen. 24 Ballverluste sind zu viel. Wenn man in der Offensive so den Ball wegwirft, dann kann man kein Spiel gewinnen. Mit der Verteidigung war ich einverstanden. Wir haben
bis zum Schluss intensiv dagegen gehalten und gekämpft. Jetzt müssen wir schnell reagieren und innerhalb einer Woche einen neuen Spielmacher finden. Es muss möglichst schnell etwas
passieren.“
s.Oliver Baskets – BBC Bayreuth
76:46 (21:12;15:7;20:12;20:15)
s.Oliver Baskets: Kramer 18, Brown 9, Tomaszek 9, Elliott 9, Boone 8, Harris 5, Kleber 5, Jacobson 4, King 3, Little 3, Clay 2, Henneberger 1. Dreier: King 1, Brown 1, Elliott 1, Harris 1.
BBC Bayreuth:Stokes 10, Schmitz 8, Jeanty 6, Ibekwe 6, Wyrick 5, Schmidt 4, Hunter 3, Shtein 3, Smith 1. Dreier: Dreier: Schmitz 2, Stokes 2, Wyrick 1.
Wurfquote Feld gesamt: Würzburg 45% (25/55), Bayreuth 33% (15/45)
Dreierquote: Würzburg 22% (4/18), Bayreuth 31% (5/16)
Freiwurfquote: Würzburg 71% (22/31), Bayreuth 52% (11/21)
Rebounds (defensiv/offensiv): Würzburg 34 (25/9), Bayreuth 30 (22/8)
Turnover/Assists/Steals/Blocks: Würzburg 10/11/4/3, Bayreuth 24/8/2/2
Fouls: Würzburg 25, Bayreuth 20