Nachricht vom 03.10.2010
Niederlage zur Premiere in der Beko BBL
Braunschweig bezwingt den BBC mit 68:61
(mb)
Guter Protagonist aber nicht der Sieger – so kann man die ersten 40 Minuten des BBC Bayreuth in der Beko Basketball-Bundesliga zusammenfassen. Der Aufsteiger verkaufte sich beim Halbfinalisten der Vorrunde gut, kam nach einem 34:23 Rückstand zur Pause zurück ins Spiel, musste sich am Ende aber vor allem dem starken Marcus Goree geschlagen geben, der mit 24 Punkten und elf Rebounds Mann des Abends war. Beim BBC traf Osvaldo Jeanty mit 16 Zählern am Besten.
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Jared Reiner, der erstmals von Beginn an für den BBC auflief, sorgte für die ersten
Punkte des Abends. Braunschweig drehte das Spiel schnell, nach zwei Körben von Marcus Goree stand es 5:2 (3.) ehe Marcus Ginyard verkürzen konnte. Zwar wurde er gefoult, der Bonus-Freiwurf jedoch
ging nicht in den Korb. Besser machte es der BBC-Neuzugang in der siebten Minute, als er erneut beim erfolgreichen Korbwurf gefoult wurde, diesmal aber den Freiwurf zur 7:8 Führung verwandelte. Mit
einem Dreier drehte Braunschweigs Neuzugang Tony Skinn die Partie erneut zum 10:8. Nach dem zweimaligen Ausgleich des BBC setzten sich die Phantoms noch im ersten Viertel, das beim Stand von 15:12
endete, leicht ab.
Den besseren Start ins zweite Viertel hatten die Niedersachsen, kamen durch Marcus Goree zu vier schnellen Punkten und zwangen Andreas Wagner in der elften Minute nach dem 19:12 zur ersten Auszeit.
Auch danach lief es für die Phantoms besser, während auf der Gegenseite viele Bälle den Weg in den Korb knapp verpassten. Und so baute Braunschweig den Vorsprung bis auf 25:14 (14.) – Jason
Cain verwandelte per Dunking – aus. Die Führung der Gastgeber sollte noch weiter anwachsen, LaMarr Greer verwandelte zum 30:16. Nach einer weiteren Auszeit des BBC sorgte
Simon Schmitz mit dem ersten Bayreuther Dreier des Abends für ein Lebenszeichen, diese elf Punkte Rückstand nahm man beim 34:23 mit in die
Kabine.
Aus den Katakomben der Volkswagen Arena, die am Abend 3.312 Zuschauer, darunter rund 40 Bayreuther Fans, besuchten, kam der Aufsteiger besser. Bis zur 25. Minute wurden drei Dreier – einer
von Marcus Ginyard, zwei von
Osvaldo Jeanty – verwandelt. Bis auf fünf Punkte, 39:34, schmolz die Führung der
Phantoms, die den BBC-Lauf mit einer Auszeit stoppen wollten. Dies gelang nur bedingt. Punkt um Punkt wurde aufgeholt und auch das zwischenzeitliche 46:36 von Brandon Thomas (27.) war kein
beruhigendes Polster. Denn erneut schlug
Osvaldo Jeanty zweimal aus der Distanz zu, verkürzte in der 28. Minute auf
46:42. Mit einem Zweier gelang kurz darauf Phillipp Heyden gar das 46:44.
Beim Stand von 48:45 ging es in den Schlussabschnitt, der für den BBC mit weiteren Punkten von Phillipp Heyden vielversprechend begann, nur noch ein Punkt Rückstand leuchtete auf der Anzeigentafel
auf. Doch Braunschweig hatte in dieser Phase in Marcus Goree seine Lebensversicherung. Der US-Amerikaner sollte mit sieben wichtigen Punkten bis zur 36. Minute großen Anteil daran haben, dass die
Hausherren dem Sieg ein großes Stück näher waren. Das zwischenzeitliche 57:48 war ein zu großer Brocken, auch wenn in der Schlussphase durch unermüdlichen Einsatz noch Ergebniskorrektur zu
verzeichnen war. Die Phantoms führten in der Schlussminute schon mit 68:55, der Korb von LaMarr Greer sollte jedoch der letzte sein.
Danny Gibson, und mit einem Dunking Marcus Ginyard sorgten für die letzten sechs Punkte des Abends zum 68:61 Endstand.
Am kommenden Freitag ist der BBC nur Zuschauer, das eigentlich geplante erste Heimspiel der Saison gegen die Artland Dragons wurde auf den 20. Oktober verlegt. Somit gilt die volle Konzentration
dem Spiel in Gießen am 10. Oktober. Beim zweiten Auswärtsspiel in Folge will das Team von Andreas Wagner den ersten Sieg landen und den bislang 13. Tabellenplatz verlassen.
Trainerstimmen:
Sebastian Machowski (New Yorker Phantoms Braunschweig): „Kompliment an Andreas und seine Mannschaft. Wir haben heute definitiv nicht gegen einen Aufsteiger gespielt, das muss die Presse und
die Liga sich ganz schnell abschminken. Bayreuth ist eine starke und unangenehme Bundesliga-Mannschaft und das hat sie heute unter Beweis gestellt. Wir haben in der ersten Halbzeit einen etwas
langsamen Start gehabt, schwer ins Spiel gefunden und unsere offenen Würfe und viele Freiwürfe nicht verwandelt. Mit der Leistung in der Verteidigung war ich zufrieden, allerdings haben wir es in
der zweiten Halbzeit versäumt, weiterhin so aggressiv zu verteidigen. Wir wollten Bayreuth keine einfachen und offenen Dreipunkte-Würfe gestatten. Dies haben wir vor allem im dritten Viertel nicht
geschafft und den Gegner somit ins Spiel zurückkommen lassen. Ab diesem Zeitpunkt war es ein offener Schlagabtausch und man hat gesehen dass beispielsweise Tony Skinn nicht viel Zeit gehabt hat um
sich in die Systeme zu integrieren. Vor allem gegen die Bayreuther Zone hatten wir im dritten Viertel viele Probleme. Darüber hinaus hatten Jason Cain und Kyle Visser in dieser Woche das Training
aussetzen müssen, sie haben uns dann aber doch wichtige Minuten geben können. Alles in allem hatten wir einen guten Einstand und sind glücklich, dass wir mit einem Sieg in die Saison starten
konnten.“
Andreas Wagner (BBC Bayreuth): „Glückwunsch an Braunschweig und Sebastian. Wir haben heute Abend relativ schlecht getroffen, mit nur 36 Prozent aus dem Feld kann man kein Spiel gewinnen. Wir
hatten einige schlechte Würfe aber auch einen schlechten Rhythmus. Wir mussten ab und zu aus Bedrängnis abschließen, das führte auch zu der schlechten Quote. Unsere Freiwurfquote war eine
Katastrophe, insgesamt kann ich mit dem Timing heute nicht ganz zufrieden sein. Wir haben in der Verteidigung zwar nur 68 Punkte zugelassen, aber unsere Aufgaben in der Offensive nicht richtig
umgesetzt. Zwei, drei Spieler waren heute ein Totalausfall, das darf einfach nicht passieren. Braunschweig hat uns sehr gut verteidigt und war am Schluss einfach etwas cleverer. Auf den großen
Positionen haben wir heute Jared Reiner und Philipp Heyden vertraut,
Stefan Schmidt wird seine Chance noch bekommen.
Simon Schmitz hat uns heute sehr geholfen, als er in der ersten Halbzeit einen wichtigen Dreier verwandelt hat. In der
zweiten Halbzeit hat
Danny Gibson besser ins Spiel gefunden, ich wollte hier dann die Laufwege nicht mehr großartig ändern.
Mit etwas mehr Wurfglück, vor allem bei Jared Reiner und Koko Archibong wäre mehr drin gewesen, insgesamt bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft aber nicht ganz unzufrieden.“
New Yorker Phantoms Braunschweig – BBC Bayreuth
68:61 (15:12;19:11;14:22;20:16)
New Yorker Phantoms Braunschweig: Goree 24, Greer 12, Hamilton 8, Skinn 8, Thomas 6, Mittmann 5, Cain 2, Visser 1. Dreier: Greer 2, Skinn 1, Hamilton 1, Goree 1.
BBC Bayreuth: Jeanty 16, Archibong 13, Ginyard 12, Reiner 6, Schmitz 5, Gibson 5, Heyden 4, Campbell 0, Wachalski 0, Harris 0. Dreier: Jeanty 4, Schmitz 1, Ginyard 1.
Wurfquote Feld gesamt: Braunschweig 47% (25 von 53), Bayreuth 36% (23 von 64)
Dreierquote: Braunschweig 26% (5 von 19), Bayreuth 35% (6 von 17)
Freiwurfquote: Braunschweig 62% (13 von 21), Bayreuth 53% (9 von 17)
Rebounds (defensiv/offensiv): Braunschweig 38 (31/7), Bayreuth 33 (24/9)
Turnover/Assists/Steals/Blocks: Braunschweig 12/14/6/6, Bayreuth 9/11/4/0
Fouls: Braunschweig 17, Bayreuth 17