Nachricht vom 12.01.2012
B.trifft... Tim Nees
6,75 Ausgabe 8 gegen ALBA BERLIN
(mb)
Seine Profikarriere begann 1992 bei Steiner Bayreuth und endete 2008 nach Stationen in Deutschland und im Ausland beim BBC. Seit der Saison2008/2009 ist der mittlerweile in der Region verwurzelte 80-fache A-Nationalspieler Co-Trainer im Club. Nach Derrick Taylor und Andreas Wagner arbeitet er derzeit als rechte Hand von Marco van den Berg im Trainerstab.
Halbzeit in der Beko BBL! Ist die Saison für Euch bislang zufriedenstellend verlaufen?
Ja! Nach dem Start jetzt auf dem elften Platz zu liegen ist natürlich schön. Aber die Saison ist noch nicht vorbei, es ist erst Halbzeit. Wir haben einige Spiele liegengelassen, in denen mehr
möglich gewesen wäre. Aber es ist auch nicht einfach, wenn man den Trainer im Lauf der Saison wechselt und die Philosophie sich etwas ändert. Man hat keine gemeinsame Vorbereitung. Normal müsste
man hier defensive Grundlagen besprechen, die wir in den normalen Trainingsbetrieb einbauen. Das soll aber auch nicht heißen, dass wir mit Andreas Wagner eine schlechte Vorbereitung gemacht haben.
Wenn man das alles berücksichtigt sind wir derzeit auf einem respektablen Platz! Wir hätten unter anderen Vorzeichen das ein oder andere Spiel vielleicht anders gestalten können. Es ist auch klar,
dass man nach dem Trainerwechsel die Leistungen nicht konsequent halten kann. Zuletzt ist es etwas nach unten gegangen, von daher wollen wir mit dem Rückrundenstart gegen ALBA BERLIN wieder
durchstarten. Wir haben die gesamte Hinrunde analysiert, auch das, was zuletzt in Braunschweig passiert ist. Natürlich wollen wir der Mannschaft auch zeigen, was gut was und was hilfreich für die
zweite Saisonhälfte ist. Wir wollen in der Rückrunde einiges besser machen.
Hättest du gedacht dass sich der Erfolg nach dem Trainerwechsel so schnell einstellt?
Die Mannschaft hat den Wechsel sehr gut aufgenommen. Es ist ja nicht leicht, sich so schnell auf einen neuen Trainer einzustellen. Das fiel aber dem Team und auch mir nicht schwer.
Marco van den Berg wurde sehr gut aufgenommen. Der Schwung dieses positiven Aufeinandertreffens wurde gleich mitgenommen, auch wenn
es nach nur wenig gemeinsamer Vorbereitung in Trier noch nicht geklappt hatte. Dennoch hat man schon hier einige gute Dinge gesehen die wir aufgegriffen haben. Das Team hat sehr gut reagiert!
Wie ist für die die Zusammenarbeit mit Marco van den Berg?
Sehr gut! Ich bin auch beim Wechsel von Derrick Taylor zu Andreas Wagner gleich gut mit der Situation zu Recht gekommen. Wir arbeiten sehr gut zusammen. Das liegt sicher auch mit daran, dass weder
Marco van den Berg noch ich schwierige Typen sind. Das war auch bei Derrick Taylor und Andreas Wagner vom ersten Moment an
so. Das macht es am Anfang auch leicht, da man sich auf andere und neue Dinge einstellen muss.
Was war für dich der bisherige Saisonhöhepunkt?
Ich kann eigentlich keinen besonderen Höhepunkt nennen. Es ist schön wenn die Halle immer so voll ist. Alle Spiele, bei denen wir gewonnen oder gut gespielt und knapp verloren haben kann man als
Höhepunkt bezeichnen. Für mich ist jedoch sehr positiv zu sehen, wie die Fans hinter uns stehen. Egal wann wir spielen – sie sind da und unterstützen uns. Wir haben fast 3.200 Zuschauer pro
Spiel, das ist schon sehr gut. Die Stimmung ist fantastisch, zu Hause zu spielen ist ganz anders als in Hallen, wo „nur“ 2.000 oder 2.500 Besucher sind, die nicht so viel Stimmung
machen. Das könnte man schon als Höhepunkt sehen. Auch trotz der deutlichen Niederlage in Berlin waren unsere Fans gegen Bremerhaven zahlreich in der Halle, das gibt Kraft und das merkt auch die
Mannschaft. Dieser Schub gibt in den Heimspielen zusätzliche Kraft, um Vollgas zu geben!