Basketball-Zweitligist Medikamente per Klick Bayreuth ist mit einer Niederlage in den Medikamente-per-Klick-Cup 2026 gestartet: Die MpK-Korbjäger waren bei der 73:84 (25:44) – Derbyniederlage in ihrem Heimturnier gegen den fränkischen Ligarivalen Nürnberg Falcons chancenlos.
Neuzugang im Aufgebot
Die verletzungsgeplagten Hausherren, bei denen der letztjährige Kapitän Moritz Plescher, Noah Wabersich, Leroy Ikejiaku und Neuzugang Nic McClain auf noch unabsehbare Zeit ausfallen, überraschten mit einem neuen Namen im Aufgebot: Luis Wulff, im Nachwuchsbereich des FC Bayern München ausgebildet und zuletzt als Doppellizenzspieler im erweiterten Kader von Erstligist Seawolves Rostock, streifte sich erstmals das Bayreuther Trikot mit der Nummer 13 über und soll in den kommenden Wochen helfen, die prekäre Personalsituation auf den deutschen Kaderpositionen zu entspannen.
Kapitaler Bayreuther Fehlstart
Head Coach Vincent van Sliedregt schickte zu Beginn Glen Abram, Matt Frierson, Kevin Wohlrath, Collin Metcalf und Taje Kelly auf das Parkett. Nürnbergs neuer Cheftrainer Tim Black, assistiert von der Bayreuther Basketball-Legende Derrick Taylor, entsandte Tim Köpple, Christian Feneberg, Ty Alred, Nic Welp und Nate Heise. Die Nürnberger, die erst zu Wochenbeginn von einer rund vierwöchigen Turnierreise aus China zurückgekehrt waren, erwischten einen starken Start und zwangen van Sliedregt frühzeitig zur ersten Auszeit (5:11, 4.), die mehr oder weniger wirkungslos verstrich – wenige Sekunden danach stellte Ty Alred, mit 12 Zählern der auffälligste Akteur auf dem Parkett in den ersten zehn Minuten, die erste zweistellige Gästeführung her (5:16, 5.), die bis zur ersten Viertelpause gegen fahrige Bayreuther weiter anwuchs (13:29, 10.).
Initialzündung bleibt aus
Nate Heise schraubte den Spielstand für die Gäste aus Nürnberg auf 17:37 (14.), während die Bayreuther weiterhin defensiv keinen Zugriff gegen die munter und geduldig kombinierenden Mittelfranken fanden, vor allem gegenseitige Unterstützung in der Verteidigung war nahezu Fehlanzeige. Im Angriff fielen die MpK-Korbjäger zumeist durch erzwungene Einzelaktionen und immer wieder schlecht ausgewählte Dreipunktewürfe auf. Die Bürde, die sich die Bayreuther mit dem verkorksten Auftaktviertel aufgeladen hatten, konnten sie unter diesen Umständen nicht ablegen, zumindest gelang es ihnen das Viertel bis zur Pause ausgeglichener zu gestalten (25:44; 20.). Auch nach dem Seitenwechsel trat nur wenig Besserung ein. Zwar konnten die van Sliedregt-Schützlinge die beiden nun folgenden Viertel für sich entscheiden, ohne jedoch ernsthaft ins Spiel zurückzufinden.
Wohlrath als Lichtblick
Der im Bayreuther Lager angestrebte Entwicklungsschritt im Vergleich zum Testspiel gegen den tschechischen Erstligisten BC Armex Decin fand somit nicht statt. Zu den wenigen Lichtblicken auf Bayreuther Seite zählte der Auftritt von Kevin Wohlrath, der die Partie gemeinsam mit Taje Kelly mit jeweils 16 Punkten als Topscorer beendete, und zudem die Rebound-Statistik (8) anführte. Luis Wulff (8/2) zeigte vielversprechende Ansätze. Stark durchwachsen war das Debüt des erstmals eingesetzten Deutschkanadiers Simon Hildebrandt (7 Punkte, 25% Trefferquote). Bester Werfer bei Nürnberg war Ty Allred (21/3), gefolgt von seinem US-Landsmann Nate Heise (18).
Gegen Nitra um Platz 3
Damit treffen die MpK-Korbjäger im Spiel um Platz drei auf Blue Wings Nitra. Der slowakische Erstligist war im Duell mit Bundesligist Science City Jena mit 99:66 (51:31) chancenlos unterlegen. Die beiden Jenaer Neuzugänge Pierre Brooks (20/3) und Terrence Edwards (15/2) zeigten sich am korbhungrigsten. Nitra hatte in US-Collegeabsolvent Grant Asman (17) den besten Werfer.
Vincent van Sliedregt:
"Es hat sich deutlich gezeigt, dass Nürnberg uns in der Vorbereitung voraus ist. Sie haben bereits 14 Spiele bestritten. Wir haben in diesem Spiel besser auf Rückschläge reagiert. In der zweiten Halbzeit konnten wir besser umsetzen, was wir uns defensiv vorgenommen haben. Vor unseren Fans hätten wir uns heute gerne besser präsentiert, aber wir müssen uns weiter auf unseren Prozess als Mannschaft konzentrieren."
Kevin Wohlrath:
„Das erste Viertel war heute entscheidend. Wir hatten zu wenig Energie und waren nicht ready. Wir hätten Ausreden finden können, aber es lag an uns. Wenn wir Gas geben und als Mannschaft ackern, kriegen wir das Spiel knapp. Aber wenn wir halt das erste Viertel verschlafen, müssen wir hinterher rennen. Wir sind noch zu unkonstant. Es ist auch ein bisschen eine Erfahrungssache, aber ich will dies nicht als Ausrede benutzten. Man sieht die guten Sachen im Team und die Bereitschaft, sich wieder zurück zu kämpfen. Es sollte uns heute eine Lehre sein, damit wir Stück für Stück besser werden. Natürlich war es ein Derby, das wir gewinnen müssten. Aber letztlich ist es ein Lernprozess. Wir müssen jetzt schauen, an was es gelegen hat und dann müssen wir einfach weitermachen”.
MpK Bayreuth – Nürnberg Falcons 73:84 (25:44)
MpK Bayreuth: Bonga (2), Kelly (16/2), Frierson (11/3), Wohlrath (16/2), Prospere (0), Wulff (8/2), Holländer (dnp), Fridlein (dnp), Zupfer (dnp), Krucky (dnp), Abram (13/3), Metcalf (0), Hildebrandt (7/1)
Nürnberg Falcons: Bell (8), Köpple (3), Feneberg (2), van Waaden (2), Allred (21/3), Lenke (4), Stüben (1), Helterhoff (0), Welp (11/1), Jürgens (9), Heise (18), Pildner (5/1)

