Eine schwache zweite Halbzeit war letztlich die Ursache für die heutige 79:89 (40:40)-Heimniederlage von Medikamente per Klick (MpK) Bayreuth am zweiten Spieltag der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen die PS Karlsruhe Lions.
MpK Bayreuth trat gegen Karlsruhe personell geschwächt ohne die verletzten Moritz Plescher, Noah Wabersich, Leroy Ikejiaku und Nic McClain an. „Scharfschütze“ Matt Frierson, der bei der Partie am vergangenen Sonntag in Koblenz noch geschont wurde, war wieder im Aufgebot.
Die Bayreuther Starting-Five bildeten Joshua Bonga, Taje Kely, Matt Frierson, Glen Abram und Simon Hildebrandt.
1. Halbzeit
Karlsruhe startete mit einer 7:0-Führung nach nicht einmal zwei gespielten Minuten. MpK fehlte noch die Struktur im Spiel, die Gäste machten von Anfang an viel Druck. Joshua Bonga brachte MpK nach dreieinhalb Minuten mit dem 2:7 erstmals auf das Scoreboard. Vor allem im Setplay ging bei den Bayreuthern nicht viel, Karlsruhe erhöhte auf 11:2, ehe Matt Frierson mit einem weiten Dreier auf 5:11 verkürzte. Kevin Wohlrath traf den nächsten Dreier zum 8:11 und markierte in der Folge das 10:14. Emanuel Prospere verkürzte weiter auf 12:14, ehe die Karlsruher mit 18:12 wieder weiter davonzog. Kevin Wohlrath ließ den nächsten Dreier zum 15:18 folgen. Collin Metcalf traf knapp eine Minute vor dem Viertelende von der Freiwurflinie zum 17:21. Mit 23:17 für Karlsruhe ging es in die erste Viertelpause. Bei den Rebounds lagen die Lions nach zehn Minuten mit 14:7 vorne. Die Gäste sammelten die Bälle an den Brettern besser ein.
Collin Metcalf verkürzte zu Beginn des zweiten Abschnitts auf 19:23, Kevin Wohlrath scorte zum 21:25 und Glen Abram brachte MpK auf 23:25 heran. Matt Frierson sorgte schließlich aus der Distanz für das 26:25 und damit die erste Bayreuther Führung. Glen Abram erhöhte auf 28:25, ein 9:0-Lauf für MpK stand auf dem Scoreboard. Simon Hildebrandt traf den nächsten Dreier zum 31:27 und setzte einen weiteren Distanztreffer zum 34:30 drauf. Abermals Hildebrandt stellte in der Folge von der Freiwurflinie auf 35:32 nach 15 Minuten. Taje Kelly erhöhte auf 37:32 und der Karlsruher Headcoach Demond Greene rief seine Mannen zum zweiten Mal im zweiten Viertel zur Auszeit an die Seitenlinie. Zwei Minuten vor der Halbzeit stand es 37:36 für Bayreuth, Kilian Binapfl brachte die Gäste dann mit einem Dreier wieder mit 39:37 in Front. Glen Abram antwortete mit einem Drei-Punkte-Spiel, Bayreuth war wieder mit 40:39 vorne. Letztlich ging es nach ausgeglichenen 20 Minuten remis mit 40:40 in die Halbzeitpause. Karlsruhe lag bei den Rebounds weiter mit 23:17 vorne, Bayreuth hatte hier aufgeholt. Sechs Turnovers bei MpK in der ersten Halbzeit waren durchaus in Ordnung.
2. Halbzeit
Die Lions starteten mit einer schnellen 44:40-Führung in die zweite Hälfte, ehe Glen Abram seinen ersten Dreier der Partie zum 43:44 traf. Karlsruhe zog aber weiter auf 48:43 davon, dann traf Kevin Wohlrath zum 45:48 und Joshua Bonga glich mit einem Dreier wieder zum 48:48 aus. Es folgte ein dominanter 12:0-Lauf der Gäste zum 60:48. Collin Metcalf hatte zu diesem Zeitpunkt bereits sein viertes Foul auf dem Konto. Karlsruhe dominierte den Offensiv-Rebound, Bayreuth blieb rund vier Minuten ohne Punkte. Theo Seng war der überragende Karlsruher Akteur im dritten Viertel. Erst Simon Hildebrandt brachte MpK von der Freiwurflinie mit dem 50:60 wieder auf das Scoreboard zurück. Emanuel Prospere traf zum 52:60 und Taje Kelly zum 54:62. Mit dieser Karlsruher Acht-Punkte-Führung ging es auch in den Schlussabschnitt. Die Lions bauten den Vorsprung bei den Rebounds auf 33:24 aus, Bayreuth musste alleine im dritten Abschnitt fünf Turnovers hinnehmen.
Simon Hildebrandt verkürzte zu Beginn des vierten Abschnitts auf 56:62. Karlsruhe baute den Vorsprung dann wieder auf 66:56 und damit zehn Zähler aus. Matt Frierson traf seinen dritten Dreier der Partie zum 59:66. Die Klarheit der Bayreuther Aktionen ließ seit der Halbzeit zu wünschen übrig. Nach 34 Minuten lagen die Gäste mit 70:59 vorne und erhöhten weiter auf 76:59 – ein 10:0-Lauf war perfekt. Nach 35 Minuten lagen die Lions mit 17 Punkte vorne. Bayreuth schien sich in dieser Phase aufzugeben. Luis Wulff uns Joshua Bonga trafen dann zwei Dreier in Folge zum 65:76. Glen Abram und Luis Wulff stellten von der Freiwurflinie auf 69:78. Wesley Oba antwortete mit dem 80:69 und als Zac Owens nach einem Korbleger von Kevin Wohlrath per Dreier zum 83:71 traf, war der Deckel drauf. Ein Freiwurftreffer von Simon Hildebrandt zum 72:83 folgte. Den Bayreuthern kam noch zugute, dass die Karlsruher viele Freiwürfe liegen ließen. Glen Abram stellte 62 Sekunden vor Schluss noch auf 74:84 und Collin Metcalf traf zum 76:87. Letztlich holten die Lions mit 89:79 ihren ersten Saisonsieg, Luis Wulff hatte kurz vor Schluss noch einen finalen Dreier für MpK getroffen. Bayreuth musste die zweite Niederlage im zweiten Spiel hinnehmen, hat jetzt 0:4 Prunkte auf dem Konto und gastiert am Sonntag, 4. Oktober, bei den bislang ungeschlagenen Kreisbau Kirchheim Knights. Bei den Rebounds lag Karlsruhe mit 41:32 vorne, Bayreuth hatte 14 Turnovers (Karlsruhe elf) und die Bayreuther Dreierquote lag bei 38 Prozent. Die geschlossene Mannschaftsleistung trotz kurzer Rotation war der Schlüssel zum Karlsruher Erfolg.
Die Scorer der Partie
Beste Bayreuther Werfer waren Kevin Wohlrath und Glen Abram mit jeweils 14 Punkten. Simon Hildebrandt kam auf zwölf Zähler. Es folgten Matt Frierson mit neun sowie Joshua Bonga und Chris Wulff mit jeweils acht Punkten. Collin Metcalf kam auf sechs Zähler und jeweils vier Punkte scorten Taje Kelly und Emanuel Prospere. Bester Bayreuther Rebounder war Kevin Wohlrath mit acht abgegriffenen Bällen, jeweils fünf Rebounds sicherten sich Joshua Bonga und Glen Abram. Glen Abram hatte zudem sieben Assists auf dem Konto.
Bei den PS Karlsruhe Lions war Kilian Binapfl mit 17 Punkten Topscorer, Zac Owens kam auf 16 Zähler. Beste Karlsruher Rebounder waren mit jeweils sechs abgegriffenen Bällen Wesley Oba, Jason George und Theo Seng.
Trainerstimme MpK-Headcoach Vincent van Sliedregt:
Es macht viel Spaß und Freude, mit der Unterstützung der Fans in der Oberfrankenhalle zu spielen. Leider haben wir heute aber nicht den gewünschten Erfolg gehabt, den auch die Fans verdient hätten. Wir haben heute gesehen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben. Wir wollten heute gegenüber dem Spiel in Koblenz die Defense und die Zahl der Turnovers verbessern. Die Zahl der Turnovers konnten wir zwar von 21 auf 14 verringern, letztlich haben wir aber nicht genug Entwicklung gezeigt. Wir haben jetzt einen Tag, um Videoanalyse zu betreiben und unsere Probleme zu erkennen, wo wir besser werden wollen. Dann steht bereits ein schwieriges Auswärtsspiel in Kirchheim an, wo wir es besser machen wollen als heute.

