USC & Olympia USC Bayreuth - Erstmals in der Meisterschaftsendrunde
1979 - 1984
Mit katastrophalen 13 Niederlagen in Folge startete der neu gegründete USC Bayreuth unter seinem neuen Trainer Stephen McMahon in die Spielzeit 1979/80. Eine Erfolgsserie mit acht Siegen einer sich zunehmend aufbäumenden Mannschaft verhinderte den drohenden Abstieg. Am Ende wurde sogar noch ein zufriedenstellender siebter Tabellenplatz erreicht – die beste Platzierung bis zu diesem Zeitpunkt in der 1. Basketball-Bundesliga!

Foto: Stephan Müller

Die Anfänge in der 1. Bundesliga vor über 30 Jahren waren zunächst geprägt vom ständigen Kampf um den Klassenerhalt. Doch bereits in der Spielzeit 1980/81 gelang mit einer ausgeglichenen Bilanz von 12 Siegen und 12 Niederlagen auf Platz 7 das bis zu diesem Zeitpunkt beste Abschneiden einer Bayreuther Bundesliga- Mannschaft. Zwar wurde das erstmalige Erreichen der Meisterschaftsendrunde nur knapp verfehlt, aber die Mannschaft avancierte zum Gewinner der Abstiegsrunde und sicherte sich erneut den Verbleib in der Bundesliga.
Mit Licht und Schatten startete der USC Bayreuth in die Saison 1981/82. Während man sich im heimischen Sportzentrum nur den „Altmeistern“ aus Leverkusen und Göttingen geschlagen geben musste und sämtliche anderen Gegner, darunter auch den amtierenden Double-Sieger Köln bezwingen konnte, wurde auswärts nur das Spiel in Gießen am letzten Spieltag der Hauptrunde gewonnen. Dennoch erreichte die Mannschaft erstmals in der Bayreuther Basketballgeschichte die Meisterschaftsendrunde und beendete als fünftbestes Team die Saison 1981/82.
Nach 11 Siegen aus 18 Hauptrundenspielen, darunter Heimerfolgen gegen die Meisterschaftsanwärter aus Göttingen, Köln und Leverkusen, zog Bayreuth in der Spielzeit 1982/83 erneut in die Meisterschaftsendrunde ein. Mit einem wiederum fünften Platz in der Abschlusstabelle bestätigte der USC Bayreuth unter Coach Tom Schneeman seinen sportlichen Aufwärtstrend. Nach einem sensationellen Sieg in Tel Aviv wurde auf internationaler Bühne sogar die Endrunde im Korac-Cup erreicht. Das Europapokalabenteuer sorgte aber für ein riesiges Loch in der Vereinskasse und bescherte am Saisonende das finanzielle Aus für den USC Bayreuth.
In letzter Minute konnte mit dem Bayreuther Sportbekleidungshersteller ARITEX ein neuer Sponsor gefunden werden. Als Olympia USC startete man in die Saison 1983/84. Allerdings hatten zu diesem Zeitpunkt die besten Spieler und auch Trainer Schneeman den Verein bereits verlassen und konnten nicht adäquat ersetzt werden. Mit nur vier Siegen in 26 Spielen landete man abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz und musste in die 2. Bundesliga absteigen. Und auch die große Neuentdeckung der Saison, ein gewisser Calvin Oldham, konnte trotz seines hervorragenden Einsatzes leider nichts mehr daran ändern.
Bildgalerie
Meilensteine dieser Epoche
Nach Abschluss der Spielzeit 1978/79 mit dem dramatischen 81:79-Sieg des Post SV Bayreuth gegen seinen „Erzrivalen“ vom FC Bamberg am allerletzten Spieltag der Abstiegsrunde, welcher den Verbleib in der 1. Basketball-Bundesliga sicherte, drohte Bayreuths Spitzenbasketballern plötzlich das finanzielle Aus.
Der Postsportverein überlegte sehr ernsthaft eine Rückgabe der Bundesliga-Lizenz oder den Verkauf seiner verschuldeten Basketball-Sparte an einen der anderen städtischen Sportvereine wie etwa die Spielvereinigung Bayreuth oder die Bayreuther Turnerschaft. Oberbürgermeister Hans-Walter Wild und der Bayreuther Stadtrat wurden eingeschaltet, um ihren Anteil zur Rettung des Bayreuther Bundesliga-Basketballs beizutragen. Hinter den Kulissen wurde mit Hochdruck an möglichen Lösungskonzepten gearbeitet.
Am Ende zahlreicher Beratungen und Gespräche wurde am 27.07.1979 im Rahmen einer „Marathon-Sitzung“ unter Leitung des Oberbürgermeisters im Speisesaal des Internats der Handwerkskammer an der Kerschensteiner Straße ein neuer Verein gegründet, der Universitäts-Sportclub Bayreuth (USC), welcher die Bundesliga-Lizenz vom Postsportverein übernehmen soll.
Zum ersten USC-Vorsitzenden wählten die 15 Gründungsmitglieder Ekkehard Hentes, den bisherigen Manager und Masseur der Bundesliga-Basketballer des Post SV. Als sein Stellvertreter wurde Stadtrat Hans Gabler ernannt. Dritter Vorsitzender und Schatzmeister des neuen Clubs wurde Bernd Westhöfer.
Insgesamt vier Spielzeiten, von 1979/80 bis 1982/83, traten Bayreuths Korbjäger als USC Bayreuth in der 1. Bundesliga an, wo sie in der Meisterschaftsrunde zweimal einen beachtlichen fünften Platz erzielten und auf internationaler Bühne sogar die Endrunde der letzten 16 Mannschaften im Korac-Cup erreichten.
Von Dr. Peter-Michael Habermann
Nach dem 13. Spieltag der Saison 1979/80 lag der USC Bayreuth mit sechs Heim- und sieben Auswärtsniederlagen und noch ohne einzigen Gewinnpunkt abgeschlagen auf dem 10. und damit letzten Tabellenplatz der 1. Basketball-Bundesliga. Dabei hatte es in der laufenden Spielzeit durchaus Chancen auf den ersten Saisonerfolg gegeben.
Die Auswärtspartien in Wolfenbüttel (67:69), Göttingen (51:52) und Hagen (81:83) verloren die Wagnerstädter nur äußerst knapp mit jeweils ein bis zwei Korbpunkten. Beim Heimspiel im Sportzentrum gegen den MTV Wolfenbüttel (96:101) war sogar eine zweimalige Verlängerung (78:78, 86:86) erforderlich, um einen Sieger in der spannenden Partie zu ermitteln. Leider verlor Bayreuth auch dieses Spiel äußerst unglücklich. Am 22.12.1979 bot sich gegen den Liganeuling vom Hamburger TB eine letzte Möglichkeit, den drohenden Abstieg in die 2. Bundesliga doch noch abzuwenden.
Mit unbedingtem Siegeswillen ausgestattet starteten Kämpf, Harnett & Oliwa konzentriert und treffsicher in die Partie und führten zur Halbzeit bereits mit 46:38. In der zweiten Spielhälfte konnten die Schützlinge von Trainer Stephen McMahon sogar noch zulegen und mit einem 22:6-Lauf zum 68:44 das Spiel dominieren. Am Ende gelang beim überzeugenden 80:62 der erste BBL-Sieg der laufenden Saison.
Die Punkte für Bayreuth erzielten Georg Kämpf (27), Buzz Harnett (23), Gottfried Oliwa (11), Bernd Martin (8), Ferdl Michl (4) sowie Peter Wagner (3) und Norbert Nicklas und Karl-Heinz Graf (jeweils 2).
Von Dr. Peter-Michael Habermann
In der etwa 50jährigen Geschichte des Bayreuther Bundesliga-Basketballs gab es nicht nur spannende und dramatische Spiele, sondern auch manche Kuriosität und außergewöhnliche Begebenheit. So gingen in einem Spiel einmal beide Korbanlagen zu Bruch, ein andermal stolperte ein Spieler so unglücklich über einen Fotografen, dass er anschließend verletzt ausscheiden musste. In einer weiteren Begegnung wiederum wurde der Finger eines Akteurs hörbar wieder eingerenkt.
Kurios waren auch die Ereignisse, welche sich am 17.11.1979 im Anschluss an die Partie zwischen dem USC Bayreuth und dem USC Heidelberg im Bayreuther Sportzentrum abspielten. Zunächst war es das erwartete Duell zwischen dem noch sieglosen Tabellenletzten und den im unteren Mittelfeld der Bundesliga rangierenden Gästen. Nach zuerst offenem Schlagabtausch und leichten Vorteilen für die Wagnerstädter gewann Heidelberg zunehmend die Oberhand und führte nach einer 14:0-Serie zur Halbzeit mit 50:41. In der zweiten Halbzeit zogen die Gäste sogar auf 86:70 davon, ehe Bayreuth die 81:86-Niederlage noch etwas günstiger gestalten konnte.
Der für den verletzten Buzz Harnett eingesprungene Spielertrainer Stephen McMahon bot eine hervorragende kämpferische Leistung in Abwehr und Angriff und stellte mit insgesamt 36 Punkten einen neuen Saisonrekord auf.
Enttäuscht und wütend über die Niederlage knallte er die Tür zur Dusche zu und quetschte sich dabei das vordere Glied des linken Mittelfingers ab. Die Mitspieler fanden ihren Trainer blutüberströmt in der Kabine. Doch trotz dieser schmerzlichen Erfahrung ist der „kurze Finger“ für den Ex-Coach noch heute die Erinnerung an eine schöne Zeit in Bayreuth.
Die Punkte für den USC erzielten McMahon (36), Kämpf (20), Oliwa (11), Michel, Graf (je 6) und Martin (2). Zum Team zählten ferner Wagner, Eberhardt und Norbert Nicklas.
Von Dr. Peter-Michael Habermann
Nach Abschluss der Hauptrunde in der 1. Basketball-Bundesliga der Spielzeit 1979/80 belegte der USC Bayreuth mit 4 Siegen und 14 Niederlagen den vorletzten Tabellenplatz aller 10 Mannschaften. Während die sechs Bestplatzierten der Tabelle um die Deutsche Meisterschaft kämpften, spielten die vier Letztplatzierten in einer Relegationsrunde um den Klassenerhalt. Hierbei trafen die Wagnerstädter auf den damaligen Rekordmeister und Pokalsieger der Vorsaison USC Heidelberg sowie die beiden Aufsteiger Hamburger TB und Eintracht Frankfurt.
Nach drei Siegen in Folge beim Heimspiel gegen Hamburg (62:56), in Heidelberg (70:57) und erneut vor heimischer Kulisse gegen Frankfurt (95:75) mussten die Schützlinge von Trainer Stephen McMahon im Rückspiel gegen die Eintracht aus Frankfurt eine 76:80-Auswärtsniederlage hinnehmen. Im darauf folgenden Heimspiel im ausverkauften Bayreuther Sportzentrum am 15.03.1980 setzte es nach einer 45:34-Halbzeitführung eine unglückliche und zunächst enttäuschende 75:76-Heimniederlage gegen Heidelberg. Da gleichzeitig jedoch Eintracht Frankfurt zu Hause dem Hamburger TB unterlag, war der Verbleib des USC Bayreuth in der obersten deutschen Spielklasse gesichert und das letzte Relegationsspiel der
Bayreuther in Hamburg (66:63) bedeutungslos.
Während der USC Heidelberg und Eintracht Frankfurt in die 2. Bundesliga absteigen mussten, gelang Bayreuths Korbjäger zum Saisonabschluss noch ein unerwarteter siebter Tabellenrang.
Die Punkte für Bayreuth erzielten Georg Kämpf (29), Buzz Harnett (28), Karl-Heinz Graf (8), Peter Wagner (4) sowie Ferdl Michl, Gottfried Oliwa und Bernd Martin (jeweils 2).
Von Dr. Peter-Michael Habermann
Von den im Verlauf der Spielzeit 1979/80 in 29 Pflichtspielen der 1. Basketball-Bundesliga, im DBB-Pokal und im Korac-Cup erzielten 2.086 Korbpunkten gingen allein 1.134 Zähler auf das Konto von Georg „Schorsch“ Kämpf (556) und Richard „Buzz“ Harnett (578), welche somit zusammen 54 % und damit mehr als die Hälfte der Korbpunkte aller Spieler des USC Bayreuth sammelten. Dies entspricht im Durchschnitt 22 Punkten (Kämpf) bzw. 21 Punkten (Harnett) pro Spiel. Die Saison-Bestmarken liegen mit 36 Punkten (Kämpf) und 37 Punkten (Harnett) noch deutlich
darüber.
Dabei wäre die Erfolgsbilanz der beiden Spieler sicherlich noch höher ausgefallen, hätte der „Schorsch“ aus beruflichen Gründen nicht in vier Pflichtspielen gefehlt und sich in einem weiteren mit Ischias-Beschwerden herumschlagen müssen. Und auch Buzz Harnett wurde in einer Begegnung am 14.11.1979 bei Eintracht Frankfurt ungewollt außer Gefecht gesetzt, als er sich bei einer Korbaktion den Knöchel des linken Fußes unglücklich verstauchte und mit einer schweren Bänderzerrung verletzungsbedingt ausscheiden musste. Im folgenden Heimspiel wurde der US-Amerikaner durch seinen Landsmann und Spielertrainer Stephen McMahon ersetzt, dem mit 36 erzielten Punkten ebenfalls eine hervorragende Trefferquote gelang.
Von Dr. Peter-Michael Habermann
Das „Schreckgespenst Abstieg“ geisterte schon häufiger durch die Bayreuther Basketballgeschichte. Seit 1976/77 in der 1. Bundesliga mussten die Teams um Kämpf, Oliwa und Co. anfangs regelmäßig um den Verbleib in der obersten deutschen Spielklasse bangen. In teilweise dramatischen Spielen wurde der Klassenerhalt aber immer knapp noch unter Dach und Fach gebracht.
Für eine „zweite Chance“ sorgte viele Jahre die nach Ende der Hauptrunde zwischen den Schlusslichtern der Bundesliga ausgespielte Relegation, welche über Ligaverbleib oder Abstieg entscheiden musste. Später gab es Qualifikationsrunden, in denen die BBL-Teams der unteren Tabellenhälfte zusätzlich auf die besten Mannschaften der 2. Bundesliga trafen. Seit 2003/04 steigen die beiden Letztplatzierten automatisch aus der BBL ab.
Im Verlauf der Abstiegsrunde 1980/81 kam es beim letzten Auswärtsspiel der Saison am 14.03.1981 zu einem vorentscheidenden Duell zwischen der SpVgg Ludwigsburg und dem USC Bayreuth. Das Hinspiel hatten die Wagnerstädter im heimischen Sportzentrum bereits mit 112:83 gewonnen. Nach Erfolgen gegen Hamburg und Hagen würde ein erneuter Sieg den Klassenerhalt bedeuten.
Es wurde eine Galavorstellung des USC. Mit einem nie gefährdeten 96:82 fegte man die Gastgeber vom Parkett. Zur Halbzeit hatten die Schützlinge von Spielertrainer Stephen McMahon, welcher den an Grippe erkrankten Buzz Harnett ersetzte, beim 44:34 bereits einen 10-Punkte-Vorsprung herausgespielt. Nach einer mit Kampf und Leidenschaft geführten Partie stand der USC als Gewinner der Abstiegsrunde fest und konnte souverän den Verbleib in der 1. Bundesliga feiern.
Mit 32 Punkten und 15 Rebounds krönte Frank Hudson seine herausragende Leistung. Die weiteren Bayreuther Punkte erzielten Boyle (22), McMahon (17), Oliwa (10), Wagner (9) und Martin (6). Georg Kämpf fehlte aus Studiengründen.
Von Dr. Peter-Michael Habermann
Bayer 04 Leverkusen zählte in 1970er, 1980er und 1990er Jahren zu den Topteams in der Basketball-Bundesliga. Zwischen 1970 und 1996 wurden die „Riesen vom Rhein“ 14 Mal Deutscher Meister und gewannen 10 Mal den DBB-Pokal. Damit sind sie die bislang erfolgreichste Mannschaft in der Geschichte der BBL.
Für die Bayreuther Teams waren Leverkusens Korbjäger lange Zeit unbezwingbar. Seit dem erstmaligen Aufstieg in die 1. Bundesliga 1976/77 gab es saisonübergreifend 14 Niederlagen am Stück. Gleich beim ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften im allerersten Bundesliga-Heimspiel setzte es eine historische 64:103-Klatsche für die noch unerfahrene Mannschaft des Post SV Bayreuth.
Doch im 15. Duell, welches am 30.10.1982 vor heimischer Kulisse im Bayreuther Sportzentrum ausgetragen wurde, gelang dem USC Bayreuth endlich der lang ersehnte erste Erfolg gegen den Ligarivalen. Mit riesigem Einsatz, hervorragender Verteidigung und temporeichem Offensivspiel besiegten Kämpf, Harnett, Boyle & Co. die Rheinländer verdient mit 85:74, nachdem man zur Halbzeit bereits mit 50:39 geführt hatte. Dieser Sieg gegen den Bundesligazweiten sicherte den Schützlingen von Trainer Tom Schneeman zum Vorrundenabschluss den 5. Tabellenplatz.
Die Punkte erzielten G. Kämpf (34), Harnett (27), Boyle (10), Baierlein (6), Braun und Oliwa (jeweils 4).
Von Dr. Peter-Michael Habermann
Im Gegensatz zu den nationalen Wettbewerben waren die Auftritte Bayreuths in den europäischen Wettbewerben nur teilweise von Erfolg gekrönt. In insgesamt 108 Begegnungen gab es 49 Siege, 2 Unentschieden und 57 Niederlagen. Gegen die international erfahreneren Teams aus den Basketballhochburgen Europas hatte man nur selten realistische Siegchancen. Aufgrund von Ausländerbeschränkungen konnte man zudem oft nicht in stärkster Besetzung antreten.
Am 10.11.1982 kam es im Korac-Cup zum Rückspiel bei Hapoel Tel Aviv. Obwohl der USC Bayreuth sein Heimspiel um den Einzug in die Runde der letzten 16 Mannschaften mit 77:70 gewonnen hatte, war das Team von Trainer Tom Schneeman nur krasser Außenseiter.
Die Partie fand unter ungewöhnlichen Bedingungen statt: Während des Spiels durfte bei geöffneten Fenstern geraucht werden. So begann der USC in der zugigen, kalten und verrauchten Halle nervös und lag aufgrund von Ballverlusten und mangelnder Treffsicherheit schnell mit 0:9 im Rückstand. Zur Halbzeit war der Abstand beim 39:53 bereits auf 14 Punkte angewachsen. Doch mit aggressiver Verteidigung und steigender Korbausbeute kam das Team wieder heran und glich in der Gesamtwertung beider Spiele aus.
In einer spannenden Schlussphase wurde Gottfried „Goofy“ Oliwa Sekunden vor dem Ende gefoult. Seine beiden Freiwürfe mussten über den Verbleib im Wettbewerb entscheiden: Der erste ging daneben, doch mit dem zweiten war der USC beim 79:85 in der Endabrechnung einen Punkt besser als der Kontrahent aus Israel.
Die sportliche Sensation war perfekt, doch der finanzielle Aufwand der folgenden Gruppenspiele verursachte ein riesiges Loch in der Vereinskasse, welches am Saisonende das Aus für den USC Bayreuth bedeutete.
Die Punkte erzielten Harnett (24), Kämpf (17), Boyle, Baierlein (je 12), Oliwa (9) und Paspal (5). Zum Team zählten Lutz und Nicklas. Es fehlten Dejworek und Braun.
Von Dr. Peter-Michael Habermann
Mit einem bemerkenswerten 95:81-Sieg am 05.03.1983 gegen den DTV Charlottenburg im letzten Heimspiel der Meisterschaftsrunde in der Saison 1982/83 nahmen die Schützlinge von Headcoach Tom Schneeman erfolgreich Revanche für die in der Hauptrunde gegen die Berliner erlittene knappe 73:74-Heimniederlage. Es war der insgesamt vierte Sieg des USC Bayreuth im neunten Spiel der Finalserie
nach Heimsiegen gegen den SSV Hagen (80:78) und TuS 04 Leverkusen (74:67) sowie einem Auswärtserfolg beim späteren Deutschen Meister ASC 1846 Göttingen (81:75).
Mit unbedingtem Siegeswillen ausgestattet glänzten Kämpf, Harnett, Boyle & Co. mit aufopferungsvollem Laufpensum, starker Defense und wirksamem Offensivspiel. War die Partie beim Halbzeitstand von 43:41 noch recht ausgeglichen, steigerten sich Bayreuths Korbjäger im zweiten Spielabschnitt deutlich und gewannen das Spiel aufgrund der größeren mannschaftlichen Ausgeglichenheit souverän mit einem 14-Punkte-Vorsprung.
Als „Überraschungsteam des Jahres“ belegte der USC Bayreuth am Ende der Saison hinter Göttingen, Köln, Leverkusen und Hagen den fünften Tabellenplatz in der BBL.
Die Punkte erzielten Buzz Harnett (26), Georg Kämpf (21), Michael Boyle und Stephan Baierlein (jeweils 12), Gorrfried Oliwa (11), Karl-Heinz Braun (8) sowie Jochen Trux (3) und Harald Nicklas (2).
Von Dr. Peter-Michael Habermann


(YouTube Video wird erst bei Klick geladen. Wir verwenden den erweiterten Datenschutz-Modus. YouTube verwendet Analysesoftware mit Datenspeicherung in den USA.)
Zur Datenschutzerklärung
YouTube Video laden









