Steiner Bayreuth - Vom Finale, zum Wiederaufstieg, zurück zum Spitzenteam

1990 - 1997

Neben der Titelverteidigung in Meisterschaft und Pokal strebte Steiner Bayreuth in der Saison 1989/90 als weiteres sportliches Ziel die Europaliga an. Nach der bereits im Vorjahr erfolgreichen Teilnahme am Europapokalwettbewerb der Pokalsieger wollte man auf europäischer Ebene erneut „kräftig mitmischen“.

Die Bundesligasaison 1989/90 wurde vom Zweikampf mit dem Erzrivalen aus Leverkusen bestimmt, gegen den man sich in der Hauptrunde eine Auswärtsniederlage leistete. Gegen alle anderen Teams der Liga hatte man kein einziges Spiel verloren. Auch sämtliche Begegnungen im Playoff-Viertel- und Halbfinale gegen den DTV Charlottenburg und Galatasaray Köln wurden von Koch, Dukes, Oldham & Co. souverän gewonnen. Im Pokalhalbfinale und in den Finalspielen um die Deutsche Meisterschaft unterlag Steiner Bayreuth jedoch den „Riesen vom Rhein“ aus Leverkusen und wurde „nur“ Deutscher Vizemeister.

Mit stark verändertem Aufgebot ging Steiner Bayreuth in die Saison 1990/91. Bisherige Leistungsträger wie Oldham, Dukes oder Reuss wurden durch jüngere Spieler ersetzt. Als neuer Trainer kam Murray Arnold, der aufgrund einer Niederlagenserie jedoch nach nur einem Monat durch Dan Palmer ersetzt wurde. Als man ins Mittelfeld abzurutschen drohte, wurden Dukes und Reuss und später auch Ex-Coach Habegger zurückgeholt. Schlussendlich wurde das Play-Off-Halbfinale erreicht, wo man aber erneut am „Dauerrivalen“ Leverkusen scheiterte.

In der Saison 1991/92 wurde neben US-Neuzugang Derrick Taylor erstmals ein Kroate auf einer Ausländerposition verpflichtet. Der damals erst 19jährige Vladimir Krstic avancierte zwar schnell zum Publikumsliebling, saß jedoch häufig auf der Bank und blockierte eine wertvolle Ausländerstelle.

Mit neuem Konzept bei deutlich kleinerem Etat wollte Steiner Bayreuth zu alter Stärke zurückfinden. Doch auch die Rückholaktion von Tom Schneeman als 5. Trainer innerhalb einer Saison konnte den Abstieg nicht verhindern. Mit nur 4 Niederlagen in 32 Spielen kehrten die Schneeman-Schützlinge am Ende der Saison 1992/93 souverän in die Bundesliga zurück. Dabei hielt der Heimnimbus des mit Nees und Meyer-Schomann verstärkten Teams um Becker und Taylor bis zum Saisonende.

Das verjüngte Steiner-Team startete mit weiteren Verstärkungen (Suhr, Hutchinson) und neuem Schwung in die Bundesligasaison 1993/94 und sorgte als Aufsteiger für Furore. Nach zahlreichen Schlagerspielen und einer führenden Rolle in der Südgruppe der Basketball-Bundesliga war man im Play-Off-Viertelfinale Brandt Hagen unterlegen.

War noch im Vorjahr der Klassenerhalt erklärtes Ziel, wurde für die Saison 1994/95 das Erreichen des Play-Off-Halbfinales ausgerufen. Mit der jüngsten Erstligamannschaft, dem sportlichen Direktor Les Habegger und Trainer Aaron McCarthy sowie verstärkt mit Richard Morton als neuem zweiten Amerikaner sollten Taylor, Becker, Suhr & Co. wieder um die Spitze in der Basketball-Bundesliga mitspielen. Nach hartem Kampf mit den Spitzenteams in der Hauptrunde scheiterte man als Tabellendritter der Südgruppe erneut im Play-Off-Viertelfinale, diesmal gegen Alba Berlin.

In der Saison 1995/96 konnte man erneut in die Playoffs einziehen und besiegte Brandt Hagen in einer legendären Best-of-7 Serie mit 4:3. Im Halbfinale ging es dann erneut gegen Alba Berlin. Steiner Bayreuth bot dem Spitzenteam von der Spree vier Spiele lang Paroli, musste sich dann aber den „Albatrossen“ geschlagen geben. Doch der unerwartete Höhenflug des Teams um Taylor, Morton, Nees & Co. entfesselte einen Jubelsturm wie zu Zeiten der Deutschen Meisterschaft.

Doch die positive Entwicklung hielt für Bayreuth nicht lange an: Das im Jahr 1996 gefällte so genannte Bosman-Urteil trug dazu bei, dass immer mehr deutsche Spieler zu finanzkräftigeren südeuropäischen Vereinen oder Ligakonkurrenten wechselten. So verließen mit Suhr, Nees, Morton und Taylor mehrere Leistungsträger das Steiner-Team. Die erfolgreiche Mannschaft der Vorjahre fiel zunehmend auseinander und war von einer Play-Off-Anwartschaft weit entfernt.

Mit einem neuen Präsidium unter Leitung von Manfred Schöttner und dem neuen Vereinsnamen Basket Bayreuth startete man in die Saison 1997/98. Mit nur drei bundesligaerfahrenen Spielern und einem neuformierten Team um Nils Becker wurde unter dem bewährten Coach Oldham der Verbleib in der 1. Bundesliga vorzeitig unter Dach und Fach gebracht.

Als Nachfolger für den als Trainer nach Leverkusen gewechselten Calvin Oldham konnte Georg Kämpf gewonnen werden. Aufgrund von Personalsorgen und der während des ganzen Saisonverlaufs vergeblichen Suche nach einem dringend benötigten Hauptsponsor begann jedoch die sportliche und wirtschaftliche Talfahrt des Basket-Teams. Gegen ehemalige Liga-Konkurrenten in jeder Beziehung überfordert konnte der Abstieg in die 2. Bundesliga nicht aufgehalten werden. Die Saison 1998/99 sollte für längere Zeit die zunächst letzte in der 1. Bundesliga gewesen sein.

Meilensteine dieser Epoche

Es hätte die Sensation in der BBL und ein einmaliges historisches Ereignis in der Bayreuther Basketballgeschichte werden können, hätte man im November 2011 den damaligen Topscorer der NBA Kevin Durant von den Oklahoma City Thunder während des „Lockouts“ in der amerikanischen Profiliga tatsächlich für einige Spiele beim BBC Bayreuth verpflichtet. Der 206 cm große Forward wäre damit der erste NBA-Profi überhaupt gewesen, der in einem Pflichtspiel der Wagnerstädter zum Einsatz kommt.

Der US-Topstar hätte als Spieler mit dem damals höchsten Punkteschnitt aller NBAProfis das Team von Marco van den Berg erfolgreich dabei unterstützen können, wichtige Spiele im Kampf um den Klassenerhalt zu gewinnen. Doch nach Beendigung des 161-tägigen Lockouts und der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der NBA nach Einigung im Tarifstreit wurde es nichts mit einem Kurzengagement eines der bestbezahltesten Akteure aller Zeiten auf dem Bayreuther Parkett.

Kevin Durant wäre allerdings nicht der erste NBA-Weltstar im Bayreuther Trikot gewesen. Bereits am 28.08.1990 streifte sich kein geringerer als Michael Jordan von den Chicago Bulls, einer der bis heute weltbesten Basketballer der Sporthistorie, die Bayreuther Farben über und spielte 37 Minuten im Dress von Steiner Bayreuth. Der um den NBA-Profi verstärkte Vizemeister der Spielzeit 1989/90 traf in Frankfurt am Main im Rahmen der Werbetour eines amerikanischen Sportartikelherstellers bei einem Freundschaftsspiel auf ein US-Military-Allstar-Team der in Europa stationierten Streitkräfte.

Vor 4.000 begeisterten Zuschauern glänzte der Superstar mit spektakulären Dunkings und zahlreichen Aktionen „für die Galerie“. Bei seiner Auswechselung in der 38. Minute wurde er mit stehenden Ovationen gefeiert. Beim 90:79 (42:45) war er mit 25 Punkten Bayreuths Topscorer. Die weiteren Zähler erzielten Nürnberger (16), Curry (15), Risse (14), Bailey (8), B. Koch (5), M. Koch (5) und Stein (2).

Am 01.09.1990 fand in Paris ein weiteres Spiel unter Mitwirkung von Michael Jordan statt. Steiner Bayreuth traf diesmal auf den französischen Club BC Tours, der für den ursprünglich vorgesehenen Olympique Antibes eingesprungen war. Obwohl der NBA-Star diesmal auf der Gegenseite stand, konnten die Schützlinge von Steiner- Coach Murray Arnold die Partie mit 81:80 knapp für sich entscheiden.

Von Dr. Peter-Michael Habermann

 

Zu Beginn der Saison 1990/91 wurden auf den beiden Ausländerpositionen die
Europa-Neulinge Michael Curry und Scott Bailey verpflichtet.

Michael Curry, ein 196 cm großer dunkelhäutiger Flügelspieler aus Georgia war in seiner einzigen Bayreuther Saison ein vermeintlich durchschnittlicher Amerikaner, der nur phasenweise sein durchaus vorhandenes Basketball-Talent aufblitzen ließ.

Einerseits gefeiert für spektakuläre Aktionen wie einhändige Dunkings, zeigte der Rookie andererseits in entscheidenden Spielsituationen oft auch Schwächen. So mangelte es dem damals noch jungen Spieler mitunter an der notwendigen Sicherheit und Beständigkeit, um als Führungsspieler die entscheidenden Akzente in hochklassigen Partien setzen zu können. Nur die damals herrschende strikte Ausländerbeschränkung bewahrte ihn scheinbar vor einem frühzeitigen Rauswurf.

Wer hätte damals vermutet, dass der eher unscheinbare Forward es überhaupt in die NBA schaffen würde. Doch inzwischen kann Michael Curry nicht nur auf eine langjährige Profikarriere als Spieler bei verschiedenen Vereinen in der NBA mit insgesamt 703 Spielen zurückblicken (von 1993 bis 2005 mit kurzer Unterbrechung 1994/95); er ist seit 2008 auch erfolgreich auf verschiedenen Trainerposten in der stärksten Liga der Welt unterwegs.

Von Dr. Peter-Michael Habermann

Mit nur zwei regulären Siegen aus 12 Ligaspielen war Steiner Bayreuth im November 1991 auf den vorletzten Tabellenplatz der 1. Bundesliga Gruppe Süd abgerutscht. Um dem drohenden Abstiegskampf zu entgehen, wartete der Zweitplatzierte des Vorjahres mit einer spektakulären Neuverpflichtung auf: Mit John Johnson, einem damals 32jährigen Anglo-Amerikaner, kam ein herausragender Spieler nach Bayreuth, welcher seit 1985 mit glanzvollen Leistungen maßgeblichen Anteil am Höhenflug des TSV Bayer 04 Leverkusen hatte und mit den „Riesen vom Rhein“
dreimal Deutscher Meister wurde.

Im Playoff-Finale 1990, welches Steiner Bayreuth in der Serie „best of five“ deutlich mit 1:3 verlor, war „J. J.“ einer der dominierenden Akteure. Sein Vertrag war beim Ligarivalen zwischenzeitlich aber nicht mehr verlängert worden und so gab der mit deutschem Pass ausgestattete Bayreuther Neuzugang beim Achtelfinalsieg im DBBPokal gegen Brandt Hagen am 28.11.1991 sein Heimdebüt.

Insgesamt bestritt John Johnson in der Spielzeit 1991/92 27 Spiele im Trikot von Steiner Bayreuth und erzielte 375 Punkte. Leider konnte auch sein Engagement nicht verhindern, dass die Mannschaft von Tom Schneeman am Ende der Saison in die 2. Bundesliga absteigen musste.

Von Dr. Peter-Michael Habermann

Von Dr. Peter-Michael Habermann

Oberfrankenderbys gegen den Erzrivalen aus Bamberg zählen zu den Highlights der Bayreuther Basketballgeschichte. Bisher (Stand: 10.10.2025) gab es insgesamt 85 Begegnungen, von denen Bayreuth allerdings nur 33 gewinnen konnte. Oft waren es spannende Spiele, von denen einige erst in der Schlussphase oder nach Verlängerung entschieden wurden.

Auch die Partie am 09.02.1992 in der Bundesliga Gruppe Süd zwischen dem Schlusslicht Steiner Bayreuth und dem Tabellenzweiten TTL Bamberg wurde aufgrund ihrer Dramatik am Spielende zu einem legendären Match.

Es war bereits das fünfte Derby der Saison 1991/92. Die vorangegangenen Begegnungen, darunter ein entscheidendes Pokalspiel, hatte Bayreuth allesamt verloren. Zur Halbzeit lag man mit 41:48 erneut in Rückstand. Doch eine kämpferische Mannschaftsleistung und ein überragender Derrick Taylor nährten in einer wahren Nervenschlacht die Hoffnung auf den ersten Saisonsieg gegen den oberfränkischen Rivalen.

Nach ausgeglichener zweiter Halbzeit gelang dem Ex-Bayreuther Ortmann kurz vor Spielende das 95:93 für die Gäste. Während die Bamberger nach Ablauf der Shot Clock bereits triumphierend das Spielfeld verlassen hatten, beharrte Bayreuths Trainer Tom Schneeman auf seine kurz vorher noch angemeldete Auszeit. Mit einer Restspielzeit von zwei Sekunden wurde das Spiel fortgesetzt. Der weite Pass von Nils Becker erreichte Derrick Taylor, welcher aus schneller Drehung noch einen Dreier zum 96:95-Endstand erzielen konnte. Der nicht mehr für möglich gehaltene Siegtreffer mit der Schlusssirene versetzte das Publikum in wahre Begeisterungsstürme.

Die in diesem Spiel von Derrick Taylor erzielten 44 Punkte sind bis heute Bayreuther Rekord. Für weitere Zähler sorgten Johnson (14), Risse (10), Becker (9), D. Vogel (8), B. Koch (7), Stein (4) und Brozek (0). König und Krstic kamen nicht zum Einsatz.

Von Dr. Peter-Michael Habermann

Bayreuth hat eine lange Basketball-Tradition. Schon seit 50 Jahren gehen Spieler in der 1. und 2. Bundesliga für die Wagnerstadt auf Korbjagd. Einige von ihnen wurden zu Idolen, denn sie waren nicht nur die Garanten großer Erfolge, sondern auch vorbildliche Sportler einer ganzen Basketball-Ära. Auf großen Bildtafeln im Businessbereich der Oberfrankenhalle sowie im BBC-Office wird an die „Helden von damals“ erinnert. So bleiben Namen wie Georg Kämpf, Michael Koch, Calvin Oldham, Bo Dukes oder Derrick Taylor auch jenen Basketballfans vertraut, welche diese Akteure nicht selbst haben spielen sehen.

Eine angemessene Würdigung ihrer Leistungen für den BBC Bayreuth erhielten mit Dominic Zimmermann, Sebastian Hänel und Christoph Tetzner auch jene Spieler der jüngeren Bayreuther Basketballgeschichte, deren Trikots bei jedem Heimspiel gut sichtbar unter dem Hallendach angebracht sind. Ihre „legendären“ Rückennummer 4, 5 und 13 werden ab sofort nicht mehr im Spielbetrieb vergeben.

Einem Basketball-Idol wurde sogar die seltene Ehre eines Abschiedsspiels zuteil. Drei Jahre nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn wurde am 16.8.1992 in der Oberfrankenhalle unter dem Motto „Servus Buzz“ ein Match der besonderen Art zwischen einem All-Star-Team ehemaliger Bayreuther Weggefährten aus der Basketball-Bundesliga und dem aktuellen Zweitliga-Kader von Steiner Bayreuth ausgetragen.

Der extra aus den USA angereiste Publikumsliebling wurde mit stehenden Ovationen begrüßt. Immerhin spielte Buzz Harnett von 1979-1983 und 1985-1989 mehr als acht Jahre für Bayreuth in der Bundesliga. Der 2,04 m große Center und Flügelspieler war maßgeblich an den großen Erfolgen der Bayreuther Basketballgeschichte mit insgesamt drei deutschen Titeln beteiligt und erzielte in 264 Pflichtspielen 4156 Punkte. Damit liegt er hinter Georg Kämpf (6483) und Calvin Oldham (4512) auf Rang 3 der ewigen Bayreuther Korbschützenliste.

Anstelle von zwei regulären Halbzeiten wurde das Abschiedsspiel in der damals noch ungewöhnlichen Zeiteinteilung von 4x10 Minuten ausgetragen. Buzz Harnett bestritt je eine Hälfte des Spiels in beiden Mannschaften.

In einer von den Akteuren nicht immer ganz so ernst genommenen Partie legten die noch bemerkenswert gut in Form befindlichen Oldie-Allstars zunächst eine 62:54-Halbzeitführung vor. Doch das Steiner-Team kämpfte sich kontinuierlich heran und konnte zehn Sekunden vor dem Ende der Partie mit einem Dreipunktewurf zum 96:96-Endstand ausgleichen. Ein perfektes Ergebnis in einem besonderen Spiel!

Die Punkte für Steiner Bayreuth erzielten Taylor (19), Meyer-Schomann (17), Becker (14), Brozek (13), D. Vogel (12), Kollat (7), König, Nees (je 6) und Harnett (2). Königsreuter und Wilhelm blieben ohne Korberfolg.
Für die Oldie-Allstars punkteten M. Koch (21), R. Koch (15), Kämpf, Sauer, Sowa (je 11), McMahon, Oldham, Oliwa (je 6), M. Vogel (5), Harnett (4).

Von Dr. Peter-Michael Habermann

Am 21./22. Februar 2026 fand zum mittlerweile 32. Mal das TOP FOUR-Finale im deutschen Basketballpokal statt. Im SAP Garden München standen sich in den beiden Halbfinalspielen Gastgeber FC Bayern München und die BMA 365 Bamberg Baskets sowie ALBA Berlin und die EWE Baskets Oldenburg gegenüber.

Bamberg erwies sich als „Favoritenschreck“ und bezwang sowohl die Bayern im Halbfinale (103:97 n. V.) auch die „Albatrosse“ im Pokalfinale (74:72). Maßgeblich am Überraschungserfolg beteiligt war der Ex-Bayreuther Demarcus Demonia, der zum MVP des Turniers avancierte.

Das erste Final-Four-Pokalturnier der BBL-Geschichte fand übrigens in der Bayreuther Oberfrankenhalle statt. Nachdem die Endspiele im DBB-Pokal in den Jahren zuvor entweder an neutralem Ort ausgetragen wurden, durch Losentscheid am Spielort eines der beiden Kontrahenten stattfanden oder der Sieger aus der Wertung von Hin- und Rückspiel der Finalpaarung ermittelt wurde, fand 1993 erstmals ein zweitägiges Endrundenturnier mit den letzten vier in diesem Wettbewerb verbliebenen Mannschaften statt.

Dabei musste sich am 02.01.1993 im Kampf um den Finaleinzug Gastgeber Steiner Bayreuth mit dem Team von Brandt Hagen auseinandersetzen. Der TSV Bayer 04 Leverkusen traf im anderen Halbfinalspiel auf die BG Bramsche/Osnabrück. Wie bereits schon einmal 1985 wollten die Schützlinge von Trainer Tom Schneeman als einziger im Wettbewerb verbliebener Zweitligist das Pokalfinale erreichen.

Spätestens nach dem Heimsieg im Pokal-Achtelfinale gegen den Vorjahresfinalisten aus Ludwigsburg (83:73) wusste auch die Erstligakonkurrenz um die Stärken der Bayreuther Korbjäger, die sich vor heimischem Publikum berechtigte Hoffnung auf den Finaleinzug machten.

Wie erwartet wurde es ein spannendes und enges Spiel, bei welchem der Zweitligist dem Favoriten aus Hagen durchaus Paroli bieten konnte. Allerdings mussten Taylor, Becker & Co. stets einem knappen Rückstand hinterherlaufen und schafften es letztendlich nicht, der Partie noch die entscheidende Wende zu geben. Zur Halbzeit lagen die Wagnerstädter mit 40:46 in Rückstand. Angetrieben vom überragenden Derrick Taylor kämpfte das Steiner-Team zwar weiterhin aufopferungsvoll, vergab aber auch manche Chance recht leichtfertig. Zwei spektakuläre Dreier des Ex-
Bayreuthers Ralf „X“ Risse sorgten kurz vor Schluss der Partie für die Vorentscheidung. Die enttäuschende 76:85-Niederlage bedeutete für Bayreuth das Ende aller Pokalfinalträume.

Die Punkte für Bayreuth erzielten Taylor (28), Königsreuther (16), Becker, Nees (jeweils 11), Meyer-Schomann (6), Vogel (4), Brozek (0). Wilhelm und Kollat kamen nicht zum Einsatz.

Im Endspiel am 03.01.1993 setzte sich Leverkusen mit 81:60 gegen Brandt Hagen durch und wurde zum neunten Mal souverän Deutscher Pokalsieger. Im Halbfinale hatten die „Riesen vom Rhein“ die BG Bramsche/Osnabrück deutlich mit 107:72 besiegt. Ein Spiel um Platz 3 fand damals übrigens nicht statt.

Von Dr. Peter-Michael Habermann

Am 15.07.1994 fand das bis heute einzige in Bayreuth veranstaltete Basketball- Länderspiel der Herren-Nationalmannschaft statt. Fast genau ein Jahr nach dem Gewinn der Europameisterschaft im eigenen Land standen sich in einem Vorbereitungsspiel auf die Weltmeisterschaft im kanadischen Toronto die Teams von Deutschland und Brasilien gegenüber.

Da die Oberfrankenhalle zum damaligen Zeitpunkt noch nicht über einen Parkettboden verfügte, wurde der für Länderspiele vorgeschriebene Belag kurzerhand aus der Leverkusener Wilhelm-Dopatka-Halle „eingeflogen“.

Aktuelle Bayreuther Nationalspieler waren zur Länderspielpremiere jedoch nicht aufgeboten. Während Tim Nees aus beruflichen Gründen absagen musste, fanden Nils Becker und Marc Suhr bei der Auswahl der 13 Akteure keine Berücksichtigung. Die von Bundestrainer Dirk Bauermann verpflichteten Nationalspieler kamen vielmehr von den anderen damaligen Bundesligisten aus Leverkusen, Berlin, Hagen, Bamberg, Trier, Ulm und Bramsche. Immerhin waren mit Kai Nürnberger, Hans- Jürgen Gnad und Michael Koch, welcher im Übrigen sein 100. Spiel im Nationaltrikot feiern konnte, zumindest drei Ex-Bayreuther in der Nationalmannschaft vertreten.

Zunächst dominierte Brasilien das Spielgeschehen und ging mit Schnellangriffen und dem überragenden „Paulinho“ rasch mit 27:15 in Führung, bevor sich das deutsche Team auf seine Stärken besann und mit Unterstützung der 3.000 Zuschauer in der gut gefüllten Oberfrankenhalle eine energische Aufholjagd startete.

Zur Halbzeit noch knapp mit 36:40 zurückliegend, konnten Harnisch, Gnad, Koch & Co. durch eine starke Verteidigung die treffsicheren Schützen der Südamerikaner zunehmend ausschalten und den Rückstand kontinuierlich reduzieren. „Flying“ Henning Harnisch brachte sein Team beim 54:53 erstmals in Front. Nach dem 67:67- Ausgleich sorgte der Leverkusener mit gelungenen Aktionen und wichtigen Treffern fast im Alleingang für die sichere 78:69-Führung. Am Ende der Partie konnte die deutsche Mannschaft einen verdienten 81:72-Erfolg feiern, der vom begeisterten Publikum mit La-Ola-Wellen bejubelt wurde.

Die Punkte für Deutschland erzielten Harnisch (25), Gnad (15), Koch, Neuhaus (je 11), Rödl (9), Nürnberger, Hupmann (je 4) und Knörr (2). Herkelmann, Behnke und King blieben ohne Korberfolg, Musch und Freyer wurden nicht eingesetzt.

Von Dr. Peter-Michael Habermann

Mehrfach konnten die vom Abstieg bedrohten Bundesligateams aus Bayreuth die „Mission Klassenerhalt“ am Ende der Saison noch erfolgreich gestalten. Am Ende der Spielzeiten 1983/84 und 1991/92 mussten jedoch der Olympia USC bzw. Steiner Bayreuth aus der 1. Bundesliga absteigen. Doch nach nur jeweils einem Jahr in der Zweitklassigkeit gelang der sofortige Wiederaufstieg ins Basketball-Oberhaus.

Am 10.9.1993, dem ersten Spieltag der Saison 1993/94, traf der Aufsteiger Steiner Bayreuth in der gefürchteten Kuhberghalle auf den favorisierten SSV Ulm. Es wurde von Anfang an eine intensiv auf Augenhöhe geführte Partie. Die Wagnerstädter hatten schnell ihre Anfangsnervosität abgelegt und zeigten keinen Respekt vor den durchaus als Mitfavoriten für die Meisterschaft gehandelten Ulmern. In der ersten Halbzeit hatte Bayreuth sogar immer knapp die Nase vorn. Doch mit einer plötzlichen 0:13-Serie verspielte das Team von Trainer Tom Schneeman die Pausenführung, welche mit 48:40 an Ulm ging.

Nach dem Wechsel setzte sich die von Spannung und Dramatik geprägte Partie fort. Bayreuth hielt dank mannschaftlicher Geschlossenheit und starker Einzelleistungen bis zum Ende der regulären Spielzeit sehr gut mit. Mit einem Dreier von Björn Meyer- Schomann konnte man in letzter Sekunde die drohende Niederlage abwenden und sich beim 79:79 in die Verlängerung retten. Wieder knapp in Front liegend glichen dann die Ulmer durch den hervorragend spielenden Ex-Bayreuther Calvin Oldham zum 88:88 aus. Zwei Freiwurf-Treffer von Derrick Taylor sorgten Sekunden vor Ablauf der zweiten Verlängerung für einen hart umkämpften und am Ende glücklichen 97:95-Auswärtssieg.

Die Punkte für Bayreuth erzielten Becker (21), Meyer-Schomann (18), Nees (17), Taylor (16), Cooper (13), Suhr (10), Vogel (2) und Hutchinson (0). Nicht zum Einsatz kamen Wilhelm und Rudolph.

Von Dr. Peter-Michael Habermann

Seit der Saison 2003/04 werden Spiele der BBL von drei statt zwei Schiedsrichtern geleitet, wie es in den deutschen Basketball-Wettbewerben lange Zeit üblich war. In der Geschichte des Bayreuther Bundesliga-Basketballs gab es jedoch auch den seltenen Fall, in denen nur ein einziger Referee zur Verfügung stand.

Eine dieser Begegnungen war die Bundesligapartie zwischen Steiner Bayreuth und dem MTV Gießen am 22.12.1993 in der Oberfrankenhalle. Der Leverkusener Schiedsrichter Michael Trumpke wartete vergeblich auf seinen Berliner Kollegen Peter Klingbiel, der im Stau auf der Autobahn stand und sozusagen „auf der Strecke geblieben“ war. Allein auf sich gestellt, musste der Unparteiische in der teilweise hektischen Partie für einen regelgerechten Spielverlauf sorgen.

Das Spiel des Aufsteigers und Tabellenführers der Gruppe Süd aus Bayreuth gegen den Viertplatzierten aus Hessen verlief zunächst alles andere als wunschgemäß. Gegen die kompakte Gießener Abwehr fand das Team von Coach Tom Schneeman lange Zeit kein geeignetes Mittel. Mit einem klaren 36:46-Rückstand ging es in die Halbzeitpause.

Im zweiten Spielabschnitt gelang mit starker Abwehrarbeit und Schnellangriffen jedoch die Wende. Nach einer Serie von 29:6 Punkten innerhalb von sechs Minuten kippte das Spiel und Bayreuth gewann am Ende noch mit 90:81.

Großen Anteil am Arbeitssieg hatte auch der unlängst verpflichtete Neuzugang Steven Key, welcher als Ersatz für den am Knie operierten Eric Cooper nach Bayreuth gekommen war.

Am Ende einer lang umkämpften Partie hatte sich auch Schiedsrichter Michael Trumpke für sein „Solo“ ein Sonderlob verdient.

Taylor war mit 26 Punkten Bayreuther Topscorer. Die weiteren Zähler erzielten Nees (14), Suhr (14), Meyer-Schomann (11), Key (9), Becker (8), Hutchinson (7) und Vogel (1). Wilhelm und Kollat blieben ohne Korberfolg.

Von Dr. Peter-Michael Habermann

Mit insgesamt 96 Begegnungen waren Mannschaften aus Hagen bisher häufigste Spielgegner von Bayreuth. Im Playoff-Viertelfinale der Saison 1995/96 waren allein sieben Spiele notwendig, um einen Gesamtsieger im Kampf um den Einzug ins Halbfinale zu ermitteln. Nach jeweils drei Siegen beider Kontrahenten kam es am 7.4.1996 in der Oberfrankenhalle zum alles entscheidenden siebten Match zwischen Steiner Bayreuth und Brandt Hagen.

In dieser „Entscheidungsschlacht“ dominierte von Anfang an der Kampfgeist beider Teams über die spielerische Linie. Unter der Führung der US-Guards Richard Morton und Derrick Taylor überzeugte das glänzend von Trainer Calvin Oldham eingestellte Steiner-Team durch wirkungsvoll vorgetragene Angriffe und eine kämpferisch imponierende Abwehrleistung. Ein Schlüssel zum Erfolg war die gelungene Bewachung von Hagens Playmaker Keith Gatlin durch ständig wechselnde Gegenspieler. Unter den Körben sorgte die Centergarde mit Tim Nees, Marc Suhr und Nils Becker für Reboundstärke und Offensivkraft.

Konnte Bayreuth in den ersten 20 Minuten die starken Hagener noch auf Distanz halten und zur Halbzeit mit 44:37 in Führung gehen, kamen Gatlin, Freyer, Herkelmann & Co. in der zweiten Spielhälfte immer näher heran und schafften den 71:71-Ausgleich. Doch Bayreuth bewies Nervenstärke und zog auf 84:73 davon. Am Ende einer hart umkämpften Partie stand es 85:77 und das Steiner-Team erreichte erstmals seit 1991 wieder ein Halbfinale der Deutschen Meisterschaft. Dieser größte Erfolg seit fünf Jahren wurde von den mehr als 4.000 begeisterten Zuschauern mit stehenden Ovationen gefeiert.

Die US-Boys Morton (24) und Taylor (17) erzielten nahezu die Hälfte aller Bayreuther Punkte. Für die restlichen Zähler sorgten Nees (12), Bade (9), Hutchinson, Suhr (je 8) und Becker (7). Zu Kurzeinsätzen ohne Korberfolg kamen Dirk Vogel und Reiner Koch.

Von Dr. Peter-Michael Habermann

Basketball wird manchmal auch als körperloser Sport bezeichnet. Doch die während einer Begegnung auf beiden Seiten verhängten Fouls belegen, dass es ein Spiel ohne jeglichen Körperkontakt nicht geben kann. Oftmals trägt die Foulbelastung einzelner oder mehrerer Spieler mit zur Spielentscheidung bei.

Fast schon zu einer „Foulorgie“ entwickelte sich die Partie zwischen den beiden oberfränkischen Bundesliga-Rivalen aus Bayreuth und Bamberg am 08.03.1996 in der Oberfrankenhalle. Insgesamt sieben Spieler beider Mannschaften mussten das Parkett frühzeitig mit Höchstfoulzahl verlassen. Und auch den auf dem Feld verbliebenen Akteuren drohte aufgrund hoher Foulbelastung das baldige Aus. Auf Bayreuther Seite erwischte es nacheinander André Bade, Marc Suhr, Nils Becker und Tim Nees, bei den Bambergern mussten Kai Nürnberger, Patrick King und Alan Ogg vorzeitig auf die Bank.

Zunächst hatte der mit nur sechs Stammspielern angetretene TTL Bamberg den besseren Start. Über weite Strecken der Begegnung konnten die Domstädter eine zweistellige Führung gegen die an diesem Abend wurf- und reboundschwachen Bayreuther behaupten. Zur Halbzeit stand es schon 45:31 für die Gäste, bevor gegen Ende der Partie die hohe Foulbelastung des Bamberger Minikaders zu einer Wende im Spiel führte. Mit einem mühsam erzwungenen Ausgleich durch Richard Morton vier Sekunden vor Spielende retteten sich die Schützlinge von Headcoach Calvin Oldham in die Verlängerung. Dank der größeren Sicherheit an der Freiwurflinie gelang dem Steiner-Team beim 90:82 doch noch der nicht mehr erwartete Derbysieg.

Mit insgesamt 58 Mannschaftsfouls auf beiden Seiten zählt die Begegnung sicherlich zu den besonders intensiv geführten Spielen der Bayreuther Basketballgeschichte.

Die Punkte für Bayreuth erzielten Taylor (30), Hutchinson (19), Morton (16), Becker (9), Nees (6), Suhr (5), Vogel (3), Bade (2) und Re. Koch (0).

Von Dr. Peter-Michael Habermann

Nach dem Pokalsieg 1987/88, dem Double 1988/89 und der Vizemeisterschaft 1989/90 gelang Steiner Bayreuth ein weiterer bedeutsamer Erfolg: 1995/96 erreichte die Mannschaft von Trainer Calvin Oldham das Meisterschafts-Halbfinale gegen Alba Berlin nach sieben hart umkämpften Viertelfinalpartien gegen Brandt Hagen.

Nach zunächst verlorenem Auftaktmatch in der Bundeshauptstadt kam es am 14.04.1996 zum Rückspiel in der Oberfrankenhalle. Nach einer weitgehend ausgeglichenen, aber recht zerfahrenen ersten Halbzeit gingen die favorisierten Gäste mit 37:33 in Führung. Doch drei, innerhalb von zwei Minuten verwandelte Dreier von André Bade und weitere Treffer von jenseits der 6,25 m-Linie durch Dirk Vogel und Richard Morton leiteten Mitte der zweiten Halbzeit die entscheidende Wende im Spiel ein. Nach einem Zwischenspurt von 26:7 Punkten stand die mit 3.600 Zuschauern gefüllte Oberfrankenhalle Kopf. Die mit international erfahrenen Spielern gespickte Mannschaft von Alba-Trainer Svetislav Pesic war schier fassungslos. Nach einer makellosen Mannschaftsleistung gewann Steiner Bayreuth deutlich mit 93:76 und glich in der „Best of Five“-Serie zum 1:1 aus.

Neben den etatmäßigen Topscorern Richard Morton und Derrick Taylor gehörten André Bade und Tim Nees zu den Matchwinnern. Stark in der Verteidigung bei Bewachung des Berliner Aufbauspielers Sasa Obradovic und als treffsicherer Schütze absolvierte André Bade eines seiner besten Spiele im Bayreuther Trikot. Der unter den Körben dominierende Tim Nees glänzte mit 14 Rebounds und 13 Punkten. Für die weiteren Bayreuther Zähler sorgten Morton (20), Bade (18), Taylor (14), Becker (11), Hutchinson (8), Suhr (6) und Vogel (3).

Leider folgten auf diese herausragende Partie zwei deutliche Niederlagen gegen Alba Berlin, welche den Traum von einem erneuten Finaleinzug um die Deutsche Meisterschaft platzen ließen.

Von Dr. Peter-Michael Habermann

In späteren Jahren standen sie bei verschiedenen Teams der BBL als Headcoaches an der Seitenlinie und waren sportliche Gegner. 1995/96 standen sie gemeinsam für ALBA Berlin im Playoff-Halbfinale gegen Steiner Bayreuth auf dem Spielfeld – gecoacht von Svetislav Pesic: Sebastian Machowski, Sasa Obradovic und Henrik Rödl. Damals auf Berliner Seite mit von der Partie auch der spätere Sportmoderator und Kölner Trainer Stefan Baeck.

Beide Halbfinalisten hatten im Playoff-Viertelfinale sieben spannungsgeladene Spiele benötigt, um ihre jeweiligen Gegner auszuschalten: Gießen unterlag Berlin und Hagen gegen Bayreuth. Und auf Hagener Seite spielte damals ein weiterer späterer BBL-Coach: Ingo Freyer.

Steiner Bayreuth bot dem Spitzenteam von der Spree vier Spiele lang Paroli, musste sich dann aber den „Albatrossen“ geschlagen geben. Doch der unerwartete Höhenflug des Teams um Taylor, Morton, Nees & Co. entfesselte einen Jubelsturm wie zu Zeiten der Deutschen Meisterschaft.

Coach der erfolgreichen Bayreuther jener Spielzeit war übrigens Calvin Oldham, der als Assistenztrainer zu Beginn der Saison 1995/96 kurzfristig das Headcoaching von Les Habegger übernommen hatte und seine Mannschaft vom oberen Mittelfeld auf den dritten Tabellenplatz führte.

Doch die positive Entwicklung hielt für Bayreuth nicht lange an: Das im Jahr 1996 gefällte so genannte Bosman-Urteil trug dazu bei, dass immer mehr deutsche Spieler zu finanzkräftigeren südeuropäischen Vereinen oder Ligakonkurrenten wechselten. So verließen mit Suhr, Nees, Morton und Taylor mehrere Leistungsträger das Steiner-Team. Die erfolgreiche Mannschaft der Vorjahre fiel zunehmend auseinander und war von einer Play-Off-Anwartschaft weit entfernt.

Statt eines weiteren Siegeszuges in Richtung Spitze des Deutschen Basketballs winkte nur die Relegationsrunde. Zum Ende einer verkorksten Saison mit einer Negativserie von 13 Niederlagen konnte zumindest der Abstieg abgewendet werden. Finanzielle und personelle Probleme prägten wie schon häufiger in der Bayreuther Basketballgeschichte den Saisonverlauf.

Mit einem neuen Präsidium unter Leitung von Manfred Schöttner und dem neuen Vereinsnamen Basket Bayreuth startete man in die Saison 1997/98. Mit nur drei bundesligaerfahrenen Spielern und einem neuformierten Team um Nils Becker wurde unter dem bewährten Coach Oldham der Verbleib in der 1. Bundesliga vorzeitig unter Dach und Fach gebracht.

Als Nachfolger für den als Trainer nach Leverkusen gewechselten Calvin Oldham konnte Georg Kämpf gewonnen werden. Aufgrund von Personalsorgen und der während des ganzen Saisonverlaufs vergeblichen Suche nach einem dringend benötigten Hauptsponsor begann jedoch die sportliche und wirtschaftliche Talfahrt des Basket-Teams. Gegen ehemalige Liga-Konkurrenten in jeder Beziehung überfordert konnte der Abstieg in die 2. Bundesliga nicht aufgehalten werden. Die Saison 1998/99 sollte für längere Zeit die zunächst letzte in der 1. Bundesliga gewesen sein.

Von Dr. Peter-Michael Habermann

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